Gehn wir mal zu Hagenbeck!

Von Sinstorf über die Elbe rüber - und kaum 10 Minuten, ist der Zoologische Garten Hagenbeck zu erreichen. Besonders auch an kalten Tagen, nieselig und gar nicht schön, ist ein Besuch anzuraten, denn man kann sich - nicht nur - im wohltemperierten Troparium die Welt unter Wasser anschauen und vergißt den grauen Tag in Windeseile.

Und weil die Eintrittspreise für den ganzen Tag gelten, sind vor Ort Restaurationen gegen den Hunger für jeden Geldbeutel vorhanden, oder man schmiert sich Klappstullen und setzt sich auf eine der vielen Sitzbänke in dem Zoo. Besuchen Sie die verschiedendsten Abteilungen drinnen wie draußen und haben Sie auch einen Blick für die Gebäude, Darbietungen und Anlagen: Alles wurde mit Liebe zum Detail gestaltet, obwohl es ja auch in gewisser Weise pflegeleicht und raubtiersicher sein muss. Über 100 Jahre besteht dieses Hamburger Unikat und er war der erste Zoo weltweit, welcher die Anstrengung unternahm, auf Gitterkäfige zu verzichten und die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung zu zeigen.

Sinstorf hat übrigens eine ganz besondere Beziehung zu Hagenbeck. Wußten Sie, dass im Jahre 1947 ein Bild des Sinstorfer Maler Gustav Wendt für 165.- RM an den berühmten Dirigenten und Komponisten Richard Müller Lampertz verkauft wurde, der es dem damaligen Zoodirektor Dr. Hagenbeck schenkte? Ja, auch Richard Müller-Lambert wohnte einst in Sinstorf, aber das ist eine andere Geschichte und folgt vielleicht später einmal.


Aus dem "Verzeichnis über verkaufte Bilder ab 1927" kann man lesen:
262. Herrn Richard Müller Lampertz Sinstorf. Papendiek - für Carl Hagenbeck erworben am 20.12.47 -
ein Aquarell (Hornfeld am Morgrund) - 165.- [Reichsmark]

Carl Hagenbeck starb allerdings schon im Jahre 1913, und so gilt die Bezeichnung "Carl Hagenbeck" woh eher dessen Familie, insbesondere der Söhne Heinrich und Lorenz Hagenbeck, welche das Familienunternehmen weiterführten.

Übrigens hat Gustav Wendt laut seines Verkaufsverzeichnisses noch so einige seiner Bilder an Sinstorfer Familien verkauft. Vielleicht schauen Sie einmal in Ihrem Hause, ob sich eines seiner Werke in Ihrem Besitz befindet? Wir von beiSins.de würden uns freuen, wenn wir davon erfahren würden.

Zum Abschluss noch ein kleines "Blitzlicht" zu Hagenbeck. Sound von gestern, Bilder von heute:

 

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